Antworten auf die Quizfragen zum Beitrag von Fabienne Gieshoidt und Prof. Dr. Gerhard Dannecker

 

Antwort auf Frage 2

Heimtückisch handelt, wer in feindseliger Willensrichtung die Arg- und Wehrlosigkeit seines Opfers bewusst zur Tötung ausnutzt. Teilweise wird zusätzlich ein verwerflicher Vertrauensbruch gefordert. Dafür spricht, dass aufgrund der hohen Strafandrohung des § 211 Abs. 1 eine restriktive Auslegung der Mordmerkmale geboten sei. Jedoch ist das Merkmal des Vertrauens im Hinblick auf das Bestimmtheitsgebot des Art. 103 Abs. 2 GG zu unbestimmt. Auch könnte dann der Meuchelmörder, der seine Opfer in der Regel gar nicht kennt, keinen heimtückischen Mord begehen. Dieses zusätzliche Merkmal ist daher abzulehnen.

Golden Goose
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