Antworten auf die Quizfragen zum Beitrag von Groß/Scheubner

 

Antwort auf Frage 3

Es ist umstritten, ob es bereits zum Begriff der Drohung gehört, dass der Adressat zumindest mit der Möglichkeit der Verwirklichung des Übels rechnet (Opferperspektive), oder ob es ausreicht, dass der Bedrohte die Ankündigung nach der Tätervorstellung ernst nehmen soll (Täterperspektive). Dieses Problem des Drohungsbegriffs ist allerdings bei der Nötigung, die einen Kausalzusammenhang (Motivationszusammenhang) zwischen der Drohung und dem Opferverhalten voraussetzt, nicht von praktischer Bedeutung. Nimmt der Adressat die Übelsankündigung nämlich nicht ernst, so wird er durch sie nicht motiviert, sodass ohnehin nur ein Versuch des jeweiligen Delikts in Frage kommt. Vgl. hierzu Küper/Zopfs, Strafrecht Besonderer Teil, 9. Auflage 2015, Rn. 160 ff.

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